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Heilige Orte - Benares


Sakralität ist eigentlich kein Begriff, den man erfassen kann, indem man über ihn theoretisiert. Bei Sakralität handelt es sich vielmehr um eine Dimension der Wirklichkeit, für die man eine Sensibilität entwickeln muss, um sie wahrnehmen zu können in und hinter den Dingen. Sie hat etwas mit Ganzheitlichkeit und Erlebnisfähigkeit zu tun, die langsam wächst und die des ganzen Menschen bedarf. So werde ich den Leser nun vielleicht zunächst etwas befremden, indem ich meine verrußte indische Öllampe anzünde und unter dem Duft von verbrennendem Lampenöl am Computer zu schreiben beginne.
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Yoga - die neue Welle


eit einigen Jahren hält Yoga, der im Hinduismus seinen Ursprung hat, mehr und mehr Einzug bei uns im Westen. In den Volkshochschulen gehört Yoga fast überall ganz selbstverständlich zum Programmangebot. Ist Yoga einfach eine beliebte Form von Gymnastik, ähnlich wie Aerobic? Handelt es sich beim Yoga um einen Zweig des scheinbar allgegenwärtigen New-Age? Invasion des Hinduismus weltweit? Oder verbirgt sich hinter diesem sympathisch-exotisch klingenden Begriff vielleicht eine Spiritualität, von der wir Christen wertvolle Impulse für unser eigenes religiöses Leben schöpfen können? Yoga als eine Hilfe, um von einem oft verkopften Gebet in einen ganzheitlichen Dialog mit Gott zu treten bei dem der ganze Mensch einschließlich Körper integriert ist?
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Christlicher Yoga und Paulus


Auch für mich war und ist die Frage nach einem "Christlichen Yoga" ein hochinteressantes Themenfeld, das sehr komplex ist und deshalb sehr differenziert betrachtet werden muss.
Ich denke, mit Paulus, der sagt: "Prüft alles und behaltet das Gute" (1Tess 5,21), darf man den Blick über den eigenen Horizont wagen, solange man in der eigenen Identität entsprechend verwurzelt ist. Es geht also nicht darum hinduistische Glaubensvorstellungen neben christliche zu stellen und dann wertneutral zu vergleichen; sondern die eigene Beheimatung im Christlichen ist Ausgangspunkt und auch Ziel der Entdeckungsreise.
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Christlicher Yoga und Thomas von Aquin


Jeder hat den Begriff Yoga schon einmal gehört, viele haben auch schon mal etwas darüber gelesen oder einen Kurs besucht.
Sehr selten allerdings wird die Frage beantwortet, ob ich bedenkenlos Yoga praktizieren kann, ohne damit auch Teile der hinduistischen Weltanschauung zu übernehmen. Ist es möglich, ganz aus meiner christlichen Glaubensüberzeugung leben will und zugleich Yoga zu üben?
Weil sich hinter dem Wort Yoga sehr Unterschiedliches verbergen kann, möchte ich die Frage etwas präzisieren:
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Von spiritueller Wellness und christlichem Gottesbezug


Gehört Yoga in den Bereich der Esoterik oder ist auch eine
genuin christliche Yogapraxis möglich? Yoga ist deutlich älter als das Christentum und noch viel älter als der heutige Esoterikmarkt, der sich gleich einem Supermarkt der religiösen Wege und spirituellen Erfahrungen aller Zeiten bedient und diese nach dem Gesetz der Beliebigkeit nebeneinander stellt. Man kann neben vielen anderen Charakterisierungen eine ganz wesentliche Unterscheidung machen zwischen dem heutigen Esoterikmarkt und der christlichen Religiosität:
Im Esoterischen geht es akzentuiert um mein persönliches, spirituelles Erleben, Wachsen und Wohlergehen, also um eine auf das eigene Ich bezogene spirituell-ganzheitliche Wellness. Der Weg christlicher Religiosität dagegen will den Menschen von seiner einseitigen Ich-Bezogenheit hinführen zu seiner Gottbezogenheit: Ich lasse mich von Gott rufen und führen und erfahre auf diesem Weg die Entfaltung meines Wesens und die wachsende Freude, in seinem Licht zu leben, Gott zu loben, ihm und den Mitmenschen zu dienen. Den ganzen Artikel lesen:
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Entschleunigen und in die Fülle eintauchen


Alle Jahre wieder tauchen gerade in der hektischen Vorweihnachtszeit vermehrt die Begriffe „Entschleunigung‘‘ und „Warten‘‘ auf und das, obwohl die meisten Menschen in dieser Zeit eher noch einen Zahn zulegen und hoffen, auf keinen Fall irgendwo länger warten zu müssen.
Aus meiner Erfahrung mit Exerzitien, besonders mit den kontemplativen Exerzitien, kann ich sagen: Warten ist eigentlich kein Ziel in der Kontemplation, im Gegenteil: Wo Gegenwart beginnt, hört das Warten auf.
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